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Kampfansage beim Dreikönigstreffen

Niederkrüchten. Der Niederkrüchtener SPD-Vorsitzende Marco Goertz nutzte die Gelegenheit, beim Neujahrsempfang der Niederkrüchtener SPD kritische Töne anzuschlagen.
Sein erster Kritikpunkt war die interkommunale Zusammenarbeit der drei Westkreis-Gemeinden. Unter dem Strich sah er für die Menschen in Niederkrüchten dabei mehr Nach- als Vorteile. Dass die Wohngeldstelle für alle drei Gemeinden nun in Schwalmtal angesiedelt sei, sorge dafür, dass nicht mehr täglich Fachberatung in Niederkrüchten ermöglicht werde.
Allerdings solle die Zusammenarbeit der drei SPD-Ortsvereine und der Fraktionen im Westkreis deutlich intensiviert und Themenbereiche gemeindeübergreifend behandelt werden, um vor dem Hintergrund der interkommunalen Zusammenarbeit die Position der SPD in den Räten zu stärken.
Zustimmend äußerte er sich zu den Umzugsplänen für die katholische Grundschule Niederkrüchten in das Gebäude der ehemaligen Hauptschule. Auch die Planung, auf dem frei werdenden Areal seniorengerechte Wohnungen zu errichten, finde die Zustimmung der SPD.
In Sachen Schwimmbäder fand er harte Worte in Richtung Verwaltung: „Jeder Hausbesitzer hält sein Eigentum besser in Schuss." Vor einer endgültigen Entscheidung über Sanierung oder Neubau müssten alle Fakten auf den Tisch, forderte Goertz. Dafür solle die auf Antrag der SPD eingesetzte Bäderkommission sorgen.
Auch die Bereiche, die im Rahmen des „Kompass 2035" thematisiert werden – nämlich Wohnen und Wirtschaft – sprach der SPD-Vorsitzende in seiner Rede an. Bezahlbare Seniorenwohnungen seien dringend nötig. Um eine Gemeinde zukunftsfähig zu erhalten und ihr einen Platz im Wettbewerb mit anderen Gemeinden zu sichern, müsse man aber auch die entsprechende Infrastruktur, zum Beispiel die Versorgung mit Ärzten, im Blick haben.
In Sachen Wirtschaft solle schnellstmöglich geklärt werden, ob eine Teilfläche aus dem Gelände der ehemaligen Javelin-Barracks bereits jetzt für kleine und mittelständische Unternehmen erschlossen werden könne.

BU: Der SPD-Vorsitzende Marco Goertz bei seiner Dreikönigsrede. Foto: SPD Niederkrüchten

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